App-Test: Tomaten mögen keine Kartoffeln

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Welches Gemüse verträgt sich gut miteinander? Wann kann ich welche Sorte säen – und vor allem ernten? Dieses Jahr wollen wir den BetonAcker etwas planvoller bepflanzen. Für unsere Planung habe ich nach einer App gesucht, die uns dabei unterstützt: „Gartenplaner fürs Gemüsebeet“ von Bento Software.

Eins vorweg: Bei der App handelt es sich um die Android-App. Die Funktionen und Preise der iOS-App können abweichen. Wir sind mit Bento Software in keiner Weise verbunden oder bekommen Zuwendungen irgendwelcher Art von ihnen. Ich habe die App gefunden, installiert und getestet. Die Vollversion habe ich selbst bezahlt.

Schlechte Rezensionen sachlich beantwortet

Im Google App-Store suche ich nach „Garten“. Versteckt unter einem Wust an werbeverseuchten Zeitkiller-Spielen à la „Karotten-Dash“ (den habe ich mir ausgedacht) finde ich das schlichte Karotten-Logo „Gartenplaner fürs Gemüsebeet“. Die App wurde Mitte Dezember 2019 veröffentlicht. Bei Veröffentlichung des Artikels hat sie 2,7 von 5 Sternen bei 1000+ Installationen. Eigentlich ein Grund, sie nicht zu installieren. Doch die zwölf negativen Bewertungen kritisieren hauptsächlich, dass die Vollversion knapp zwei Euro kostet. Das Entwickler-Team hat vor allem die negativen Rezensionen freundlich und sachlich beantwortet. Das finde ich gut.

Ob das viel oder wenig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich zahle lieber einen geringen Betrag. Wenn ich dafür eine stabile, sichere, gut programmierte und nützliche App bekomme, ist mir das lieber als jede werbeverseuchte Gratis-App mir Pop-Ups und Videopausen, die Zugang zu meinen persönlichen Daten sucht, um sie an Werbetreibende oder sonstwen zu verscherbeln. Angesichts der Anzahl an Garten-Apps in den App-Stores solltest du zuerst ausprobieren, ob dir die App auch das bietet, was du möchtest oder ob eine andere App vielleicht geeigneter für dich ist, bevor du Geld dafür ausgibst.

Gartenplaner fürs Gemüsebeet – nicht mehr, nicht weniger

Das Design ist ebenso schlicht und übersichtlich wie die Größe der App von 4,8 MB. Der Startbildschirm zeigt eine Liste der üblichen Obst- und Gemüsesorten. Durch Antippen darauf und ich erhalte Informationen zu Standort, Vorlieben, Aussaat und Ernte der Pflanze. Außerdem werden mir gute Nachbarn und schlechte Nachbarn angezeigt. Oben rechts kann ich die Pflanze sogar auf einer eigenen Liste speichern.

Die weiteren Funktionen sind schnell gefunden: Aus meiner Liste generiert die App einen Aussaat- und Ernte-Kalender sowie eine Tabelle, aus der ich ablesen kann welche meiner Pflanzen sich mit welcher verträgt und welche wir besser nicht zusammen ins Hochbeet setzen sollten. Insgesamt bietet die App genau das, was ich erwartet hatte. Zudem verlangt sie keine Zugriffberechtigungen auf das Smartphone. Sehr sympathisch.

Mein Fazit – 4 Sterne von 5

Trotz der knapp zwei Euro für die Vollversion, ist „Gartenplaner fürs Gemüsebeet“ eine gut gemachte, nützliche App, die uns durch das Gartenjahr begleiten wird – 4 von 5 Sternen.

Aktualisierung 13.02.2020: In der ersten Version des Artikels hatte ich nicht spezifiziert, dass es sich um die Android-App handelt. Das geht zwar daraus hervor, dass ich die App im Google PlayStore gefunden habe. Kommentare auf unserem Instagram-Post dazu haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass Funktionalität und Preise der iOS-App abweichen können. Deshalb die Verdeutlichung. Neu ist auch die Empfehlung, ein paar Apps kostenlos zu testen, ob eine davon die Funktionen bietet, die du möchtest, bevor du Geld für eine ausgibst.

4 Gedanken zu „App-Test: Tomaten mögen keine Kartoffeln“

  1. Hallo Timo,

    ich habe gerade diesen Artikel entdeckt und bin als einer der App-Entwickler sehr erfreut über Dein Feedback, v.a. dass Du genau die Dinge hervorgehoben hast, die uns wichtig sind: treffende Funktionalität der App(s) und keine Werbung oder Datensammelei.

    Wir hoffen zum Ende diesen Jahres auch die Beetplaner-Funktion in die Android-Version einzubauen, so wie sie in der iOS-App schon vorhanden ist. Dann kannst Du sicherlich noch viel besser den Betonacker planen 😉

    Wir sind auf Feedback angewiesen und freuen uns über Berichte, Vorschläge oder auch einfach nur Fehlermeldungen, um die App weiter verbessern zu können.

    Vielen Dank und viele Grüße,
    Alex

    1. Hallo Alex,

      danke für Deine Rückmeldung. Wir freuen uns darüber. Wenn Ihr die Android-Version auch noch upgraded, werden wir den Artikel anpassen und aktualisieren. Habt Ihr noch andere Garten-Apps am Start oder gibt es Funktionen, die wir testen können?

      Herzlichen Gruß,
      Timo Tamm

  2. Hallo Timo,
    danke für den tollen Artikel. Eine Frage: Wofür hast Du der App einen Punktabzug gegeben? Zu den negativen Rezensionen: Ich persönlich finde den Preis alles andere als zu hoch. Wir kaufen Handys zum Preis von mehreren hundert bis über tausend Euro und meckern rum, wenn eine für uns nützliche und werbefreie APP 2 € in der Vollversion kostet. Eine wahrlich verdrehte Welt 🙂
    LG 🙂
    Inga

  3. Hallo Inga.

    wahrscheinlich hast Du recht. Zumindest muß man kein Abonnement abschließen. Außerdem gibt es ja jetzt mehr Funktionen, wie den Aussaat- und Erntekalender.

    Danke für den Hinweis, Timo

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